Was ist Schlaf?
Was ist Schlaf?
Der Schlaf ist Bestandteil des körpereigenen „Ruhe- Aktivitäts- Rhythmus“, der sich in vielen Funktionen widerspiegelt. Der Mensch ändert sich systematisch über Tag und Nacht hinweg, mit einem deutlichen Leistungsminimum in der zweiten Nachthälfte, der Zeit, in der unser Schlafbedürfnis am größten ist. Der zu diesem Zeitpunkt stattfindende Schlaf überbrückt so ein Tief unseres Organismus und ermöglicht die Aktivierung von Erholungsfunktionen. Geregelt wird dieser biologische Rhythmus von einer Inneren Uhr. Der Mensch kann zwar willkürlich seine Schlafzeiten bestimmen, aber die Innere Uhr gibt einen optimalen Zeitraum vor Dies hat den Preis der erhöhten Störanfälligkeit.
Wann geschlafen werden sollte, bestimmt unsere Innere Uhr.
Der Schlaf ist gekennzeichnet durch einen zeitlich begrenzten Zustand reduzierter Bewußtseinsund Aktivitätslage. Ein Bewußtsein fehlt entweder oder ist - im Traumgeschehen - verändert. Die motorische Aktivität ist, neben einer allgemeinen Verringerung, gekennzeichnet durch das Fehlen einer zielgerichteten Motorik. Die Organismus reagiert auf Umweltreize im Schlaf nur eingeschränkt. Der Schlaf kann jederzeit durch entsprechende Reize unterbrochen oder beendet werden. Der Schlaf selber ist kein monotoner Zustand, sondern ein, im ständigen Wechsel zwischen leichtem und tieferen Schlaf befindlicher aktiver Prozess. Untergliedert in verschiedene Schlafstadien ( Schlafstadium 1 bis 4 und REM) zeigt sich im Schlaf ein regelmäßiger 90 Minuten Rhythmus der dazu führt, dass wir jede eineinhalb Stunden fast wach werden oder sogar kurzzeitig richtig erwachen (vor oder nach dem REM- oder Traumschlaf) und dann wieder in tieferem Schlaf fallen. Diese rhythmische Gliederung ist ein wesentliches Charakteristikum des Schlafes, ein weiteres ist die Verteilung des Tiefschlafes. Dieser wohl wichtigste Teil des Schlafes tritt nur in den ersten 4 – 5 Stunden nach dem Einschlafen auf. Dies bedeutet, dass wir uns nach 5 Stunden Schlaf nur noch leichten Schlaf haben, aus dem wir schneller erwachen. Aus diesem Verlauf wird auch deutlich, dass die Schlafdauer, abgesehen von einem Minimum von 4 – 5 Stunden, keine so wesentliche Bedeutung für den Erholungswert des Schlafes hat. Der durchschnittliche Deutsche schläft von 23:04 Uhr bis 6:18 Uhr und braucht 15 Minuten zum Einschlafen, somit bleiben 7 Stunden Schlaf. Aber es gibt eine beträchtliche Unterschiede zwischen einzelnen Personen, so benötigt der eine nur 5 Stunden Schlaf, der andere 10 Stunden um sich ausgeschlafen zu fühlen. Beides ist völlig normal, der eine ist Kurzschläfer, der andere Langschläfer.
Der Schlaf ist ein empfindlicher Zustand, der gewisser äußeren Bedingungen bedarf, um ungestört vonstatten gehen zu gehen. Hierzu gehören ruhige Umgebungsbedingungen, abgedunkelte Räume, angemessene Liegemöglichkeiten. Letztere dürfen den normalen Schlafablauf nicht behindern. Dies bedeutet, daß zum Beispiel nächtliche Bewegung im Schlaf (Umdrehen) ebenso möglich sein müssen, wie eine Absenkung der Körpertemperatur mit nachfolgendem Wiederanstieg. Hierzu ist es erforderlich, daß Körperwärme über die Haut abgeführt werden kann, welches zu Transpiration führt, weshalb wiederum eine Abfuhr der Feuchtigkeit erforderlich ist. Werden die physiologischen Vorgänge behindert, kommt es zu gestörtem Schlaf.