Hilft ein Muskelaufbautraining bei Rückenschmerzen
Muskelaufbautraining bei Rückenschmerzen
Hilft ein Muskelaufbautraining Rückenschmerzen zu verhindern oder solche zu lindern?
Grundsätzlich ist Bewegung wichtig: Der Mensch ist ein Steppen- und Savannenläufer und unsere sitzende Lebensweise ist für unsere Muskulatur Gift.
Gerade in punkto Rückenschmerzen ist wissenschaftlich anerkannt, dass die Muskulatur rund um die Wirbelsäule wie ein Stützkorsett wirkt. Ist dies schwach oder unregelmäßig ausgebildet, begünstigt dies im hohen Maße Rückenschmerzen. Deswegen ist die lange gepflegte Einstellung "Bei Rückenschmerzen sofort ins Bett legen und möglichst wenig bewegen" absolut fatal - Ausnahme ist natürlich der Zustand des akuten Schmerzes oder gar eines Bandscheibenvorfalls. Mit einem aufbauenden körperlichen Training der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur darf stets erst nach Rücksprache mit dem Arzt begonnen werden.
Optimal ist es zum anderen, wenn das körperliche Training gezielt erfolgt, d. h. wenn der derzeitige Zustand des Trainierenden genau analysiert und ein Ziel ("wie soll die Muskulatur nach einem bestimmten Zeitraum des Trainings aussehen?") vorgegeben wird. In einer solchen, stets von Trainingstherapeuten betreuten Rückentherapie, ist der Patient vor falschen Bewegungsabläufen und damit vor Verletzungen in hohem Maße geschützt.
So erfüllt beispielsweise die analysegestützte medizinische Trainingstherapie für die Wirbelsäule (FPZ Konzept) diese Anforderungen und ist 1998 mit dem Richard-Merten-Preis für herausragende edv-gestützte Qualitätssicherung in der Humanmedizin ausgezeichnet worden.
Quelle:
Dr. med. Ralph Jennessen, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin, Düsseldorf
Ernährungsweisen bei Rückenschmerzen
Spielen die Ernährungsweise und das Körpergewicht eine Rolle bei der Entstehung von Rückenschmerzen?
Übergewicht belastet rein mechanisch Wirbelkörper, Bandscheiben, Wirbelgelenke, Bänder und Muskel zu stark.
Übergewicht verändert die Wirbelsäulenstatik und damit die einwirkenden Hebelkräfte nachhaltig.
Fehlernährung (zuviel, in falscher Zusammensetzung, einseitig) verschlechtert den Stoffwechsel (z. B. Übersäuerung der Gewebe durch zuviel purinhaltige Nahrung, wie Fleisch, Wurst etc., Gicht! = zuviel Harnsäure durch ein zu "gutes Leben").
Rauchen schädigt die Bandscheiben (z. B. durch Durchblutungsverschlechterung der Transitzonen durch Diffusion! Der gleiche Mechanismus könnte auch durch Störung des Fettstoffwechsels / Cholesterinstoffwechsels bewirkt werden)!
Quelle:
Dr. med. Bernd Reinhardt, Orthopäde - Sportmedizin - Chirotherapie – Badearzt, Bad Aibling